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Senna
Hoy - Else
Lasker-Schüler
Seit du begraben liegst auf dem Hügel,
Ist die Erde süß.
Wo
ich hingehe nun auf Zehen,
Wandele ich über reine Wege.
O
deines Blutes Rosen
Durchtränken sanft den Tod.
Ich
habe keine Furche mehr
Vor dem Sterben.
Auf
deinem Grabe blühe ich schon
Mit den Blumen der Schlingpflanzen.
Deine
Lippen haben mich immer gerufen,
Nun weiß mein Name nicht mehr zurück.
Jede
Schaufel Erde, die dich barg,
Verschüttete auch mich.
Darum
ist immer Nacht an mir,
Und Sterne schon in der Dämmerung.
Und
ich bin unbegreiflich unseren Freunden
Und ganz fremd geworden.
Aber
du stehst am Tor der stillsten Stadt
Und wartest auf mich, du Großengel.
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