|
Yvan
Goll (eigtl. Isaac Lang, Ps. Iwan Lassang, Tristan
Torsi, Johannes Thor, Tristan Thor)
(*29.3. 1891 Saint-Dié, 27.2. 1950 Paris).
Franz.-dt. Dichter, stammte aus dem Elsaß. Er war
mit Joyce, Stefan Zweig und dem Dadaisten Hans Arp befreundet.
1939 floh er nach Amerika, wo er 1943 bis 1946 die lit.
Zeitschrift "Hémisphères" herausgab.
Seine bildreiche Lyrik steht anfänglich zwischen
Expressionismus und Surrealismus und wendet sich später
der Sachlichkeit zu, ohne auf Symbolik und Metaphorik
zu verzichten. Die bekanntesten Gedichte sind u.a. Der
Panamakanal (1912), Die Unterwelt (1919), Poèmes
d'amour (1925, mit Claire G.) und Abendgesang (1954).
Daneben schrieb Goll groteske und absurde Dramen wie Methusalem
oder Der ewige Bürger (1922) und Melusine (1956).
Seine Romane sind von zeitkritischem Inhalt, der satirisch
verschlüsselt ist, gezeichnet, z.B. Die Eurokokke
(1927), Agnus Dei (1929), Sodom et Berlin (1929).
Eine Auswahl seiner Werke erschien 1956, eine vorläufige
Gesamtausgabe 1960.
Vertonte Gedichte:
Feuerharfe
|